In der Auseinandersetzung mit unserem Vorhaben, eine Schule in freier Trägerschaft nach einem reformpädagogischen Konzept stellen sich zahlreiche Fragen. Die wichtigsten möchten wir an dieser Stelle (in aller Kürze) beantworten.

 

Was ist eine “Schule in freier Trägerschaft” und wer kann eine solche Schule gründen?

Neben den allseits bekannten staatlichen Schulen wird durch das Grundgesetz (Art. 7 Abs. 4) sowie das Schulgesetz NRW das Recht zur Errichtung von Schulen in freier Trägerschaft gewährleistet (sogenannte Ersatzschulen). Grundsätzlich kann folglich “jeder” eine freie Schule gründen, um das öffentliche Schulangebot zu ergänzen und zu bereichern. In der Regel übernehmen zumeist gemeinnützige Vereine, gemeinnützige Gesellschaften oder auch Stiftungen die Trägerschaft.

Die Errichtung und der Betrieb einer freien Schule unterliegen ebenso wie öffentliche Schulen den Rechtsvorschriften des Schulgesetzes (NRW), deren Einhaltung durch das Genehmigungsverfahren und die staatliche Schulaufsicht gewährleistet wird. Für den Raum Lippstadt erfolgt beides durch die Bezirksregierung Arnsberg, die beispielsweise die Lehrziele der Einrichtung überprüft.

Bei den meisten Grundschulen in freier Trägerschaft handelt es sich um konfessionelle Schulen, Waldorfschulen und – wie in unserem Falle – Alternativschulen.

 

Können alle Kinder die Zukunftsschule besuchen?

Ja! Die Zukunftsschule richtet sich einkommensunabhängig und unabhängig von sonstigen Voraussetzungen an alle Kinder.

Von Diagnosen wie beispielsweise ADHS, Dyskalkulie oder Legasthenie hat die Alternativpädagogik (insbesondere nach Montessori) ein anderes Verständnis: Lernschwächen und Verhaltensauffälligkeiten vermag sie im Schulalltag mit besonderer Sensibilität zu begegnen, sodass sich eine Vielzahl solcher “Auffälligkeiten” mit wertschätzendem Blick auf das Kind häufig relativiert. Analog gilt dies für Kinder, bei denen eine außergewöhnliche Hochbegabung festgestellt wird, der selbstverständlich Rechnung getragen werden muss.

Für die pädagogische Konzeption der Zukunftsschule ist jedes Kind mit einer besonderen Begabung ausgestattet: Sie berücksichtigt sensibilisiert die individuellen Entwicklungsphasen sowie die Stärken und Schwächen jeder Schülerin und jeden Schülers zu jeder Zeit, geht auf sie ein und unterstützt sie angemessen. Auf diese Weise können sowohl eine Überforderung als auch eine Unterforderung vermieden, das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Begabungen und somit das Selbstbewusstsein gestärkt werden.

Der Anspruch, eine Schule für alle zu sein, impliziert natürlich auch, Kinder mit besonderem Förderbedarf aufzunehmen. Perspektivisch verstehen wir uns als inklusive Schule – wann und mit welchen Förderschwerpunkten die inklusive Arbeit beginnen kann, entscheidet sich unter anderem anhand des Interesses von Eltern und Schülern.

Zum →Pädagogischen Konzept.

 

Ist ein Wechsel zwischen Zukunftsschule und Regelschule möglich?

Ja! Da die Lehrpläne des Landes NRW für eine Schule in freier Trägerschaft ebenso gelten wie für öffentliche Schulen, ist sowohl ein Schulwechsel von der Regelschule, auf die Regelschule als auch auf eine weiterführende Schule möglich.

 

Steht die Zukunftsschule Lippstadt in Verbindung zum Netzwerk “Zukunftsschulen NRW”?

Nein, das Netzwerk Zukunftsschulen NRW steht in keinem Zusammenhang mit dem Verein und unserem Vorhaben. Wir haben uns mit den Verantwortlichen des Netzwerks in Verbindung gesetzt und deren Einverständnis über die Nutzung des Namens erhalten.

 

Senden Sie uns gerne für weitere Antworten eine E-Mail an info@zukunftsschule-lippstadt.de oder nutzen Sie unser →Online-Kontaktformular.